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Aktuelle Presseinformation der Aidshilfe NRW

"Druck Checking kann Leben retten!"

Aidshilfe NRW, JES NRW und akzept-NRW zum International Drug Checking Day Köln, 28. März 2018 – Drug-Checking-Angebote, also Möglichkeiten, illegale Substanzen auf ihre Zusammensetzung zu untersuchen, können Leben retten und müssen als Baustein einer akzeptierenden Gesundheitsprävention für Drogengebrauchende aufgebaut werden. Das fordern Aidshilfe NRW, JES NRW und akzept – NRW anlässlich des Internationalen Drug Checking Days am 31. März.

Drug Checking ist die chemische, quantitative wie qualitative Analyse psychoaktiver Substanzen, die auf dem Grau- oder Schwarzmarkt erworben wurden. Drug-Checking-Angebote würden vielen Drogengebrauchenden einen erstmaligen, niedrigschwelligen Kontakt zum Drogenhilfesystem und damit auch mögliche weiterführende Kontakte zu Beratungs- und Therapieangeboten bieten. Hier erhielten sie Informationen zu Wirkungen und Risiken der untersuchten Substanzen, zu Safer Use und zum korrekten Verhalten in Drogennotfällen.

"Wir fordern, dass Drug Checking auch in NRW als wirksame Maßnahme der Schadensminderung in bestehende Safer-Use-Angebote integriert wird", so Arne Kayser von der Aidshilfe NRW. "Ergänzend zu erfolgreichen Maßnahmen wie dem Spritzenautomatenprojekt und den Drogenkonsumräumen in NRW wäre das Testen von psychoaktiven Substanzen ein weiterer Beitrag dazu, Überdosierungen und Vergiftungen zu verhindern und ein risikobewusstes, reflektiertes Verhalten bei den Konsument*innen zu fördern."

"Drug Checking hat sich in den letzten 30 Jahren in mehreren europäischen Städten als pragmatisches und effizientes Instrument der Prävention und Schadensminderung etabliert", sagte Ralf Runniger von JES NRW. "Seit einem Projekt in Berlin Mitte der 1990er Jahre, das man wegen eines letztlich erfolglosen Strafverfahrens dennoch eingestellt hat, hat es in Deutschland kein weiteres Angebot gegeben. Drug Checking gehört auf die politische Agenda, um die rechtliche Situation zu klären und Hilfe zu ermöglichen."

"Gespräche im Zusammenhang mit Drug Checking können kurzfristig schadensmindernde Wirkung haben und langfristig zu Risikobewusstsein und gesundheitsförderlichem Verhalten der Konsument*innen führen", erklärte Marco Jesse von akzept – NRW. "Darüber hinaus bekäme das Hilfesystem kontinuierliche Informationen über die derzeit auf dem Drogenmarkt verfügbaren Substanzen und könne somit frühzeitig Trends erkennen und darauf reagieren."

Auch die Landeskommission AIDS, die die Landesregierung NRW in grundsätzlichen Fragen zu HIV und Aids berät, hat in einer Empfehlung Drug Checking als eine Maßnahme im Kontext von Gesundheitsförderung und Risikominimierung benannt.

Der International Drug Checking Day am 31. März geht auf die Initiative einer Reihe von Organisationen zurück, die schadensminimierende Angebote für Drogengebrauchende anbieten und fördern. Bisher beteiligt sind Organisationen aus Australien, Dänemark, Irland, Italien, Großbritannien, Kanada, Portugal, der Slowakei, Spanien und den USA. 

drugcheckingday.com

 

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