Vielfäftige Arbeit ... vielfältige Förderungen

Geld ist nicht alles, aber wichtig!

Die vielfältige Arbeit der Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen kann auf allen Ebenen in zentralen Bereichen nur geleistet werden, wenn eine stabile Finanzierung aus öffentlichen Mitteln sichergestellt ist. Damit soll unter anderem ermöglicht werden, dass eine grundlegende Infrastruktur in den Bereichen Aidsprävention, Beratung, Betreuung und Selbsthilfe für die Bevölkerung landesweit zugänglich ist.

Die zur Durchführung der Aufgaben der Aidshilfe NRW notwendigen finanziellen Mittel werden durch eine Vielzahl von Förderungen bereitgestellt. Neben der Landesförderung der Geschäftsstelle der Aidshilfe NRW und der unten erläuterten Projektförderung im Bereich der Zielgruppenspezifischen Prävention [ZSP] durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit, und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gibt es noch einige weitere Förderungen.

Beispielhaft sei hier die Förderung nach § 20c SGB V genannt. Die Krankenkassen unterstützen und fördern seit vielen Jahren die Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe durch immaterielle und finanzielle Hilfen. Seit dem Jahr 2008 sind die Krankenkassen verpflichtet, die gesundheitsbezogene Selbsthilfe mit einem gesetzlich festgelegten Betrag zu fördern. Im Jahr 2016 sollten nach § 20h SGB V 1,05 Euro pro Versicherten für die Selbsthilfeförderung zur Verfügung gestellt werden.

  • Im Geschäftsjahr 2017 waren die ZSP-Verfahren der Jahre 2016 bis 2018 relevant. Die Projekte aus dem Jahr 2016 wurden abgerechnet und die Verwendungsnachweise zusammengestellt. Insgesamt wurden 43 regionale Projekte aus den Förderbereichen durchgeführt und 19 landesweite Projekte bearbeitet und für die Prüfung vorbereitet.

    Im Jahr 2017 war die Umsetzung der zentralen Projekte von der Aidshilfe NRW und der regionalen Projekte vor Ort zu begleiten. Die Projektverwaltung stand für Anfragen hinsichtlich der Umsetzung oder bei Veränderungen der laufenden Projekte zur Verfügung. Zudem wurden im Laufe des Jahres die bewilligten Beträge für die regionalen Projekte abgerufen und von der Aidshilfe NRW an die lokalen Antragsteller ausgezahlt. Insgesamt wurden 62 Projekte im Jahr 2017 realisiert:
    Frauen: XXelle und weitere [12]
    Schwule: Herzenslust und weitere [34]
    HIV-spezifische: Menschen mit HIV und weitere [12]
    Landesweite Qualitätssicherung [3]
    ZSP Verwaltung und Projektstellengemeinkosten [1]

    Zusätzlich wurde die Umsetzung der Förderung von zwei Projekten in den Bereichen "Beratung und Test" und "Schwule Gesundheit" aus dem Jahre 2015 über den Zeitraum von drei Jahren weiter betreut.

    Bei der Onlineantragstellung für 2018 wurden nach dem in 2015 eingeführten Schema insgesamt 67 Anträge gestellt:
    Frauen: XXelle und weitere [13]
    Schwule: Herzenslust und weitere [33]
    HIV-spezifische: Menschen mit HIV und weitere [16]
    Landesweite Qualitätssicherung [4]
    ZSP Verwaltung und Projektstellengemeinkosten [1]

    Diese wurden dem ZSP-Beirat zur Beurteilung vorgelegt. Gemeinsam mit dem Landesvorstand konnten dessen Mitglieder den Antragstellern auf der Onlineplattform zu den Projektanträgen Fragen stellen. Anfang Oktober fand die Beiratssitzung statt, in der über die Anträge sachlich diskutiert und eine Empfehlung an den Vorstand formuliert wurde.

    In der Oktobersitzung hat der Landesvorstand die Projektanträge besprochen und eine Vorschlagsliste für den Rahmenantrag, der mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen abgesprochen werden muss, beschlossen.

    An dieser Vorstandssitzung nahmen Pierre Mayamba [AIDS-Hilfe Essen] und Sebastian Welke [Aids-Hilfe Düsseldorf] als Vertreter des Beirats teil. Im Beirat waren weiterhin Bernd Facklam [Kompetenznetz Schleswig-Holstein, externer Beirat], Monika Brosda [für den ÖGD vom Verband der AIDS-Koordinator*innen NRW], Felix Laue [Aidshilfe Köln] und Willehad Rensmann [aidshilfe dortmund]. Allen Beirät*innen gebührt ein besonderer Dank für die konzentrierte und wertvolle Mitarbeit bei der Beurteilung der beantragten Projekte sowie die Anregungen zur Weiterentwicklung des Verfahrens.

    Anfang Dezember wurden sämtliche Projekte in einer Sitzung im Ministerium für Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen vorgestellt und dort eine abschließende Liste für den Rahmenantrag vereinbart. Es wurde vereinbart, dass von den 67 beantragten Projekten 58 in den Rahmenantrag 2018 aufgenommen werden können.

  • Die Arbeit der Aidshilfe NRW wurde 2017 zum größten Teil aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Bereich Maßnahmen für das Gesundheitswesen unter dem Titel "Bekämpfung erworbener Immunschwäche [Aids]" mit insgesamt 1.383.000 Euro gefördert. Weiterhin sind anteilige Kosten der Landesgeschäftsstelle, die landesweiten Positiventreffen sowie besondere Projekte mit insgesamt 149.000 Euro durch die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung und krankenkassenindividuelle Förderung nach § 20c SGB V durch eine Vielzahl von Krankenkassen finanziert worden.

    Durch die Förderung in Höhe von 75.000 Euro durch den M·A·C AIDS FUND wurde bzw. werden die Entwicklung von Virtual-Reality-Brillen, sowie zwei Vernetzungstreffen und die Vorbereitung und Durchführung der Fachtagung "HIV-Kontrovers 2018" finanziert.

    Zur Deckung des notwendigen Eigenanteils und der Vereinskosten wurden insgesamt Spenden und Mittel durch Fördermitgliedschaften in Höhe von 18.393,25 Euro eingenommen. Besonderer Dank gilt natürlich den regelmäßigen Spender*innen und Fördermitgliedern, die mit insgesamt 4.408,46 Euro zur Finanzierung unserer Arbeit beigetragen haben.

    Außerdem wurde durch die Auflösung des Drogenpolitischen Arbeitskreis im Kreis Kleve eine Zuwendung aus dem Vereinsvermögen in Höhe von 4.000 Euro eingenommen.

    Einen weiteren wesentlichen Anteil hatten die Firmen Amor Gummiwaren, CoolConcept und Blumenwerkstatt im Thal mit insgesamt 6.884,79 Euro. Zweckgebunden sind für die Finanzierung der Teilnahme am ColognePride 2017 insgesamt 3.100 Euro von Privatpersonen eingegangen.

    Der Herzenslust-Auftritt zum ColognePride wurde von der Deutschen AIDS-Hilfe mit 5.950 Euro unterstützt. Durch die Kooperation mit der cpr GmbH, Sarstedt, sowie der ecoaction GmbH, Hürth, wurden beim Verkauf von Kondomen 10.089,71 Euro erzielt.

    Die Listung in der Datenbank der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf hat der Aidshilfe NRW für das Jahr 2017 Bußgelder in Höhe von 3.850 Euro eingebracht und somit auch zu den notwendigen Eigenmitteln zur Finanzierung der Arbeit beigetragen.

    Die Arbeit der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW wurde aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Bereich Maßnahmen für das Gesundheitswesen unter dem Titel "Bekämpfung erworbener Immunschwäche [Aids]" mit 82.200 Euro gefördert.

    Ein weiteres Projekt, das durch die Aidshilfe NRW unterstützt wurde, ist das landesweite Selbsthilfeförderprojekt "JES NRW 2.0" mit Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 97.900 Euro.

    Das Steigenberger Hotel Kön unterstützte die Aidshilfe NRW durch die regelmäßige Bereitstellung von Hotelzimmern zu Sonderpreisen.

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