Aktuelle Presseinformation der Aidshilfe NRW

HIV-Zahlen sinken weiter
Die Aidshilfe NRW thematisiert offene Fragen der Prävention und Versorgung


Köln, 29. November 2019 – Die Aidshilfe NRW sieht sich auf einem guten Weg. Der Aus­bau von ziel­gruppenspezi­fischen Test­an­ge­boten und ein dadurch ermöglichter früher Behandlungs­beginn zeigen offen­bar Wirkung. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist erneut gesunken. 2.400 Menschen infizierten sich im Jahr 2018, etwa 100 weniger als im Vorjahr. Im NRW waren es 510, etwa 20 weniger als 2017. Damit gehen die Zahlen seit 2015 zurück.

Anlässlich des Welt-Aids-Tags an diesem Sonntag erklärt Patrik Maas von der Aidshilfe NRW: "Diesen Erfolg teilen wir uns mit allen Akteur*innen vor Ort, auf Landes- und Bundesebene. Nur im engen Schulterschluss mit den Aidshilfen und den kommunalen Beratungsstellen, aber auch mit der Politik konnten wir diese Entwicklung herbeiführen. Maas wies darauf hin, dass dieser Weg konsequent weiterverfolgt werden müsse, insbesondere durch eine weitere Verbesserung der Testangebote für die Haupt-Zielruppen und die Gewährleistung des Zugangs zur Therapie für alle Menschen, die mit HIV leben.

"Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, dass auch Menschen außerhalb der Großstädte und beispielsweise auch Drogen gebrauchende Menschen Testangebote nutzen können. Die Zahl der Spätdiagnosen zu senken, ist eine der wichtigsten Herausforderungen in der HIV/Aids-Prävention", sagte Maas. "Das bedeutet aber auch, ihnen den Zugang zu einer HIV-Therapie nach einem positiven Testergebnis zu erleichtern." 

Um dies und weitere Anliegen der Aidshilfe NRW zu erreichen, startet der Landesverband eine neue Kommunikationskampagne, um mit Entscheidungsträger*innen aus der Politik, den Krankenversicherungen und anderen Verbänden vertieft ins Gespräch zu kommen. Unter dem Titel "WIR MEINEN DAS ERNST" werden Fragen der Prävention und Versorgung thematisiert.

Am gestrigen Donnerstag trafen sich Vertreter*innen der Aidshilfe NRW mit Abgeordneten der Landtagsfraktionen in Düsseldorf. Landtagspräsident André Kuper begrüßte die Präsenz der Aidshilfe anlässlich des Welt-Aids-Tags. "Wir stehen an der Seite derer, die sich auch heute noch gegen Diskriminierung wehren müssen. Die Aidshilfe unterstützt sie dabei seit vielen Jahren als kompetenter Ansprechpartner", so Kuper. Im Gespräch mit den Politiker*innen stießen die ersten Karten mit "WIR MEINEN DAS ERNST" auf offene Ohren und regten manche Diskussionen an. 

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