2020-12-03: Gaby Lenz – ehemals Gaby Wirz – gestorben

Gaby Lenz gestorbenAm gestrigen Abend erreichte uns die traurige Nachricht, dass unsere Kollegin Gaby Lenz nach langer, tapfer ertragener Krankheit gestorben ist. Zwei Jahre hat sie mit uns in der Landesgeschäftsstelle in der Betreuung der Mitgliedsorganisationen und der Positiven-Selbsthilfe zusammengearbeitet. Noch vor einigen Wochen wurde ihr anlässlich ihrer Hochzeit mit Jochen Lenz die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Aidshilfe verliehen. Unser Mitgefühl gilt ihrem Mann Jochen, ihren Angehörigen und Freund*innen, die sie bis in die letzten Stunden ihres Lebens begleitet und unterstützt haben.

Unser Landesgeschäftsführer Patrik Maas, versucht mit sehr persönlichen Worten zu beschreiben, was sie für ihn als Chef und für uns als ihre Kolleg*innen bedeutet hat:

Gaby, Du hast viel erreicht! 
Ich erinnere mich, wie ich mit Dir am Rande eines Ländertreffens im April 2015 durch den Park in Weimar spazierte und Du mich auf unsere Stellenausschreibung angesprochen hast, dass Du Dich dafür interessierst. Ich gebe zu, ich war erstmal ziemlich erschrocken, ich habe mich ein bisschen überfordert gefühlt. Du starker Mensch, mit klarer Meinung, ein Vorbild im Aktivismus, mit übergroßer Herzenswärme – Du willst Dich bei uns bewerben? 
Wie die Geschichte ausgeht: Du hast im August 2015 bei uns angefangen und ich war sehr stolz darauf, dass Du Dich für uns entschieden hattest. Die kurze Zeit, die wir zusammengearbeitet haben, blieb eine stetige Herausforderung: Du hast gefordert, Du hast gestaltet, Du hast gestritten, Du hast es krachen lassen, Du hast gelacht und geliebt.
Und ich gebe zu: Meine Rolle als Dein Chef war kaum zu bewältigen. Oft war es eher eine Zähmung als eine Führung, die ich Dir anbieten konnte. Aber Du hast mich und uns geprägt, mit Deinen Ideen, Deiner Kraft, Deiner oft auch kompromisslosen Art und Deinen unkonventionellen Herangehensweisen.
Ich habe Dich als fordernden, oft eben auch Deine Umwelt im besten Sinne überfordernden, Menschen kennen gelernt – Deinen Weg gehend. Gut, dass wir auch immer eine private sehr freundschaftliche Ebene hatten, in die wir uns auch oft genug fallen lassen durften. Dabei waren auch wunderbare, mystische und intensiv rauschhafte Momente, in denen es nicht mehr um den Verstand, sondern um die Nähe von Herzen ging. Auch dieser Mensch, den ich dabei erleben durfte, hat meine Seele sehr berührt.
Ich will nicht schreiben, dass Du uns fehlen wirst. Du bist doch gar nicht weg. Vieles von dem, was Du angestoßen hast, was Dir am Herzen lag, lebt weiter. Du hast Deine Welt geprägt. Diese Prägung bleibt, da kannst Du Dir sicher sein.
Ich bin sehr dankbar, dass wir die Chance hatten, einen kleinen Teil Deines Weges gemeinsam gehen zu dürfen.
Patrik

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