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2018-03-02: Herzenslust und die Prävention tauchen in virtuelle Realitäten ein

Die Akteure am letzten DrehtagNach zweijähriger Projektphase war es jetzt soweit: Herzenslust stellte sein neues Projekt vor, die "Virtual-Reality Brillen von und mit Herzenslust". Über 30 Gäste kamen zur Präsentation in den Kreativräumen der Wohngemeinschaft in Köln. In den virtuell begehbaren Räumen werden unter anderem die drei Schutzmöglichkeiten vor HIV, Kondome, "Schutz durch Therapie" und die PrEP , thematisiert. 

Uli Keller, Vorstandsmitglied der Aidshilfe NRW, bedankte sich bei den Mitarbeitenden und den zahlreichen Ehrenamtlichen, die das Projekt überhaupt erst möglich gemacht haben. "Toll zu sehen, wie Herzenslust es auch nach über 20 Jahren schafft, so viel engagierte schwule und queere Jungs und Männer - mit ihren Freundinnen und Freunden - für Projekte zu begeistern", sagte Keller.

Die Brillen werden zukünftig bei Vor-Ort-Aktionen zum Einsatz kommen. Bis zu fünf virtuelle Räume können besucht werden, in denen auch der HIV-Test, Akzeptanz in der Szene und schwuler Sex im Cruisingladen eine Rolle spielen. Begleitet werden sie auf der virtuellen Reise von Klaus Nierhoff. Der bekannte Schauspieler unterstützte das Projekt leidenschaftlich und führt die Nutzer*innen als Gastgeber informativ von Raum zu Raum.

"Für uns und die Gruppen vor Ort ist es wichtig aktuelle Themen der HIV-Prävention immer wieder neu und spannend in die Zielgruppe zu bringen", so Oliver Schubert, der den Bereich Schwule und Prävention in der Aidshilfe NRW leitet. "Wer anhand der Brillen in die virtuellen Präventionsräume eintaucht, kann danach mit den Herzenslustleuten vor Ort ins Gespräch kommen, falls Fragen aufkommen oder Gesprächsbedarf besteht. Nach einigen Facebook-Projekten und den schon etablierten Tablets mit Präventionsspielen war es nun eine folgerichtige Konsequenz, Virtual Reality zu nutzen", so Schubert weiter. 

Das Projekt, an dem über 40 Ehren- und Hauptamtliche mitgearbeitet haben, wurde aus Mitteln des MAC AIDS FUND und darüber hinaus vom Land NRW finanziert. 

Mehr Infos zum Virtual-Reality-Projekt von Herzenslust und aktuellen Themen der Prävention gibt es auf herzenslust.de.