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2014-09-02: Aidshilfe NRW im Justizvollzugskrankenhaus NRW

Aidshilfe NRW besuchte Justizvollzugskrankenhaus NRWGestern besuchten Landesvorsitzender Arne Kayser und Landesgeschäftsführer Patrik Maas in Begleitung von Ruth Steffens und Guido Schlimbach das Landesjustizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg an der Ruhr im Kreis Unna. Das Krankenhaus ist seit 1986 in Betrieb und mit 236 Plätzen das größte seiner Art in der Bundesrepublik. Ausgestattet mit den Sicherheitsstandards eines Gefängnisses wird hier die gesundheitliche Versorgung der bis zu 18.000 Inhaftierten des Landes Nordrhein-Westfalen und Gefangener anderer Bundesländer gewährleistet.

Der ärztliche Direktor, Dr. Jochen Woltmann, und der Leiter des allgemeinen Vollzugsdienstes, Markus Teuber, führten durch nahezu alle Bereiche des Hauses und erläuterten die vielen Besonderheiten, die eine Konstellation von Krankenhaus und Vollzugsanstalt mit sich bringt. Das begann mit der Schilderung der medizinischen Versorgung von der Aufnahme, über Untersuchung bis hin zu OP und Intensivstation und endete nicht mit der transparenten Erläuterung des Sicherheitskonzepts durch den Vollzugsdienst.

Beim abschließenden Gespräch mit dem stellvertretenden Anstaltsleiter und kaufmännischen Leiter, Stefan Weber, nahmen auch Dr. Bettina Reckermann, Leiterin der HIV-Ambulanz, und Vertreterinnen der medizinischen Dienste und des Sozialdienstes teil. Hier ging es um die Versorgung der 300 Inhaftierten, die zur HIV-Behandlung aus den Justizvollzugsanstalten des Landes gebracht werden. Insgesamt konnte sich die Aidshilfe NRW vom hohen Standard der medizinischen Versorgung der Inhaftierten überzeugen, der nach Erfahrung unserer Mitgliedsorganisationen, die im Strafvollzug tätig sind, lange nicht in jeder Justizvollzugsanstalt des Landes vorherrscht. Darüber hinaus beeindruckte das Zusammenspiel von Medizin und Justiz, das offensichtlich von Sympathie, Vertrauen und nicht zuletzt großem Respekt - auch und vor allem gegenüber den Inhaftierten - geprägt ist.

Foto: v.l.n.r. Ruth Steffens, Markus Teuber, Dr. Bettina Reckermann, Dr. Jochen Woltmann, Arne Kayser, Stefan Weber, Patrik Maas.