2014-07-02: RKI schätzt Anstieg der HIV-Neudiagnosen 2013

HIV-Zahlen des RKIIn Deutschland sind 2013 knapp 3.300 Personen neu mit HIV diagnostiziert worden. Das sind ca. 300 Diagnosen und damit rund zehn Prozent mehr als 2012.

Das geht aus einem gestern veröffentlichten Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor.

Der Anstieg könne verschiedene Gründe haben. Genannt werden eine verbesserte Datenqualität und verstärkte Recherchen des RKI, die Zunahme der Migration (auch HIV-positiver Menschen) nach Deutschland, die vermehrte Wahrnehmung von Testangeboten und auch eine tatsächliche Zunahme von HIV-Neuinfektionen. Die Veröffentlichung der Schätzungen der HIV-Infektionen 2013 erfolgt im Herbst. Erst dann können Aussagen über das aktuelle Infektionsgeschehen getroffen werden.

Weitgehend gleich blieb laut RKI die Zahl der Neudiagnosen bei Schwulen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, mit gut 50 Prozent die größte Gruppe der neu Diagnostizierten.

Auffällig gestiegen ist vor allem die Zahl der Fälle mit heterosexuellem Übertragungsweg – um 109 Diagnosen auf 593 Fälle im Jahr 2013. 71 Prozent dieser Diagnosen betreffen Personen aus dem Ausland, wovon wiederum zwei Drittel aus Subsahara-Afrika stammen. Dort hat sich laut RKI auch etwa die Hälfte aller neu diagnostizierten Heterosexuellen aus dem Ausland infiziert.

Zu beobachten ist diese Zunahme bisher allerdings nur bei Frauen – als Gründe vermutet das RKI unter anderem, dass Frauen aus Subsahara-Afrika häufiger getestet werden, weil ihnen bei Schwangerschaften ein Test angeboten wird.

Detailltere Informationen finden Sie unter aids-nrw.de und unter aidshilfe.de.

Termine

Hier finden Sie alle Termine und Aktivitäten der nächsten Wochen:

Termine ansehen

Adressen

Hier finden Sie die Adressen unserer Mitgliedsorganisationen:

Adressen finden

Newsletter

Möchten Sie unseren Newsletter abonnieren? Dann finden Sie hier mehr:

Newsletter abonnieren