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2013-10-12: Hans-Peter Hauschild-Preis 2013

Fot: promi-media.de - Verleihung des Hans-Peter HAuschildpreis beim Jubiläumsempfang der Deutschen AIDS-Hilfe 2013Das Dortmunder Projekt "MOBILe Gesundheitsmediatoren in der Drogenszene" erhält Hans-Peter-Hauschild-Preis 2013. Zum dritten Mal hat gestern die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) für besondere Verdienste in der strukturellen Prävention den Hans-Peter-Hauschild-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurde das Projekt "MOBILe Gesundheitsmediatoren in der Drogenszene" der Drogenhilfeeinrichtung KICK in Dortmund. Wer gerade erst als "spätausgesiedelt" aus einem der Nachfolgestaaten der Sowjetunion gekommen ist, hat oft überhaupt keinen Kontakt zum deutschen Hilfesystem. Im Gegenteil, gelernt haben diese Frauen und Männer oft, dass vom Staat Verfolgung und Zwang ausgeht.

Eine "geschlossene Szene innerhalb der Drogenszene", an der erst recht bei Inhaftierung festgehalten wird. Um daher speziell diesen, allen Präventionskampagnen fern stehenden, Bürgerinnen und Bürgern Unterstützung anbieten zu können hat die aidshilfe dortmund erst Gesundheitsmediatoren aus dieser Migrantengruppe ausgewählt, sie ausgebildet und mit Handreichungen in Russisch ausgestattet und dann auf die Straße geschickt. Damit konnte eine Brücke geschlagen werden, um diesen oft orientierungslosen Menschen Möglichkeiten zum Schutz vor Hepatits und HIV nahe zu bringen und den Zugang zum Gesundheitssystem zu erschließen. Seit Oktober 2010 wurden sechs Drogengebraucher und eine Frau, die selbst keine Drogen nimmt, aber sich engagieren wollte dafür ausgebildet.

"Als Mediatoren können wir Orte und Situationen aufsuchen, die der Polizei oder auch Sozialarbeitern unzugänglich bleiben, weil sie sich nicht in der Szene auskennen und auch einfach nicht dazugehören" so das Fazit eines der beteiligten mobilen Gesundheitsmediatoren. Durch dieses Selbsthilfeprojekt konnte einerseits die Präventionsarbeit erweitert und andererseits den Gesundheitsmediatoren Alltagsstruktur, sowie die Wahrnehmung weiterer, wichtiger Aufgaben und damit Verantwortung im alltäglichen Leben vermittelt werden.

Mehr zum Projekt lesen Sie unter aidshilfe-dortmund.de. Da die Projektförderzeitzeit inzwischen abgelaufen ist, hofft die aidshilfe dortmund als Betreiberin der Drogenhilfeeinrichtung KICK auf Geldmittel zur Fortführung von weiteren Stellen.