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2013-07-08: Aidshilfe NRW mit weit über 200 Leuten bei CSD-Parade

CSD-Parade 2013Spektakulärer Auftritt der CRUISING SAILORS von Herzenslust und POSITIV? RESPEKT! von POSITHIV HANDELN

Mit insgesamt unübertroffenen weit über 200 Leuten waren Herzenslust und POSITHIV HANDELN am Sonntag in der Kölner CSD-Parade unterwegs! Etwa 120 schwule Männer legten an der Deutzer Freiheit als Cruising Sailors unter dem Motto "Junge, komm bald wieder!" zu ihrer Jungfernfahrt ab. 10.000 Info-Broschüren in Form eines Pinup-Kalenders wurden an die zahlreichen Paradenbesucher und Gäste verteilt, dazu Tausende Aufkleber, Lutscher, Brausepulverpäckchen und nicht zu vergessen Cruisingpacks. Dabei begeisterten die Jungs nicht nur durch ihr einheitlich, schickes weißes Matrosenoutfit, sondern auch durch ihre Tanzformation, die mit Musik und einer auf die Präventionsinhalte abgestimmten Ansage auf sich aufmerksam machte. Die Kadetten, Leichtmatrosen, Seebären und ihre beiden Hafenmädchen informierten dabei über den HIV-Test, STI-Checks und wiesen auf die zahlreichen Herzenslustgruppen in ganz NRW hin, die sich in der Prävention engagieren.

Mit ebenfalls sensationellen 120, hauptsächlich HIV-positiven Männern und Frauen trat POSITHIV HANDELN NRW auf der Parade an die Öffentlichkeit. Unter dem Motto POSITIV? RESPEKT! demonstrierten sie gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung und für Solidarität mit den Menschen mit HIV. Für einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es das erste Mal, sich öffentlich als HIV-positiv zu zeigen, umso mehr Gewicht hatte dieser Auftritt in der Parade. Dank wirksamer Therapien können Menschen mit HIV oft mit einem langen Leben und einer stabilen Gesundheit rechnen. Sie wissen, dass bei einer Viruslast unter der Nachweisgrenze HIV nicht übertragen werden kann. Die Infektion hat einen Bedeutungswandel erfahren und das Selbstbild von Menschen verändert sich. Dennoch bleibt HIV eine Infektionskrankheit, die mit Sexualität, Drogenkonsum und von der bürgerlichen Norm abweichenden Lebensstilen verbunden ist. Zusammen mit irrationalen Ansteckungsängsten bildet dies den Nährboden für Stigmatisierung und Diskriminierung. Mit einer informativen Broschüre warb POSITHIV HANDELN in der Parade für ein gesellschaftliches Klima, in dem es kein Tabu ist, über HIV zur reden, und in dem die Akzeptanz von Menschen mit HIV in allen Bereichen des Lebens selbstverständlich ist. Und da Respekt wachsen muss, gab es Tausende Tütchen mit Blumensamen dazu.