2013-06-05: Beim CSD haben Neonazis keinen Platz

Gegen Rechts - Grafik: Danny FredeAm gestrigen Abend hat die Mitgliederversammlung des Kölner Lesben- und Schwulentags (KLuST), dem Veranstalter des ColognePride und Träger der CSD-Parade, eindeutig für den Ausschluss der rechtspopulistischen-rechtsextremistischen Partei „Pro Köln“ aus der Parade votiert. Trotz ungeklärter Rechtslage, ob ein solcher Ausschluss bei einer regulär angemeldeten Demonstration möglich ist, will der KLuST damit ein deutliches Zeichen setzen gegen jegliche Form von Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Partei steht im absoluten Widerspruch zu den Zielen und Grundwerten des KLuST und des CSD: die rechtliche Anerkennung und Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgender, die Durchsetzung von Menschenrechten und die Ablehnung von Homo-, Trans- und Xenophobie.

Die Aidshilfe NRW unterstützt den KLuST in ihrem Protest. Weder beim ColognePride, noch irgendwo sonst in unserer Gesellschaft ist Platz für populistische, extremistische und antidemokratische, rassistische, nationalistische, antisemitische, frauenverachtende und gewaltverherrlichende Anschauungen und Darstellungen. Auch die Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen plädieren für eine Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität friedlich und einander achtend leben können.
Daher hat die Partei „Pro Köln“ auf dem Kölner CSD nichts zu suchen. Die Aidshilfe NRW unterstützt jede Form friedlichen Gegenprotests und fordert sowohl die Community als auch die Bevölkerung auf, sich zu positionieren und dieser Partei und allen extremistischen Gruppierungen im Sinne der Integration, der sozialen Teilhabe und der Bildung etwas entgegen zu setzen. So wie sich „Pro Köln“ an ihren bisherigen Taten und Positionen messen lassen muss, was sie als Dialogpartner auf Augenhöhe unmöglich macht, müssen auch die demokratischen Kräfte in Stadt und Land jeglichen rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Aktionen entgegen treten.

Die Aidshilfe NRW lädt alle ein, die mit ihr eine offene Gesellschaft der Vielfalt gestalten wollen, in der CSD-Parade zu demonstrieren und den ColognePride mitzufeiern.

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