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2013-01-31: Preisverleihung KOMPASSNADEL 2013 des Schwulen Netzwerks NRW

Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRWSeit 2000 lädt die Aidshilfe NRW gemeinsam mit dem Schwulen Netzwerk NRW anlässlich des ColognePride Anfang Juli zum CSD-Empfang. Im Rahmen dieses Empfangs verleiht das Schwule Netzwerk NRW seit 2001 die Kompassnadel an Persönlichkeiten, die sich um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der schwulen Minderheit besonders verdient gemacht haben. Unter den Preisträgern sind unter anderem Rita Süßmuth, Claudia Roth, Klaus Wowereit, Theo Zwanziger, Thomas Hermanns ,Hans W.  Geißendörfer mit der „Lindenstraße“ und Hannelore Kraft. Am 22. Januar 2013 gab das Netzwerk die diesjährigen Preisträger bekannt. Neben dem Ehrenamtlichen Falk Steinborn werden 2013 die Print- und Online-Redaktionen des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL mit der Kompassnadel geehrt.

Zur Begründung heißt es: Der SPIEGEL begann bereits früh in seiner Geschichte mit einer – der jeweiligen Zeit entsprechenden – menschenbejahenden Berichterstattung zu Homosexualität. Seit vielen Jahrzehnten prägt er den gesellschaftlichen und politischen Diskurs zum Umgang mit homosexuellen Menschen maßgeblich mit. Homosexualität war dem SPIEGEL auch Titelstorys wert, zu Zeiten, in denen dieses Thema noch tabuisiert war. In seiner Kommentierung setzt der SPIEGEL denen deutlich Grenzen, die immer noch meinen, Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität herabwürdigen oder diskriminieren zu dürfen. Dabei steht der SPIEGEL selbst für einen Lernprozess, an dessen Beginn mit dem Aufkommen von Aids in den 1980er Jahren ein durchaus nicht immer angemessener, auch anhaltend verletzender Umgang mit der hauptbetroffenen Gruppe der schwulen Männer stand.

Die Artikel der letzten Jahre, die tagesaktuellen Berichte auf SPIEGELonline sowie die Reportagen von SPIEGEL-TV geben ein ausgewogenes und realistisches Bild von schwulem Leben in Deutschland und vor allem auch in anderen Ländern, in denen Homosexuelle unterdrückt, verfolgt und ermordet werden, wieder. Sehr feinfühlig berichtet der SPIEGEL über die Lebens- und Leidenssituation von transsexuellen Menschen. Der SPIEGEL setzt sich aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation von Schwulen in unserer Gesellschaft ein und dient anderen Massenmedien als Vorbild für die positive Darstellung einer vielfältigen und pluralistischen Gesellschaft.

Mit Falk Steinborn erhält die Kompassnadel für ehrenamtliches Engagement 2013 ein junger Mann, der das Projekt queerblick maßgeblich aufgebaut hat. queerblick erreicht seit 2009 schwule, lesbische, bisexuelle und trans*-Jugendliche in Dortmund und darüber hinaus. Es gibt ihnen die Möglichkeit, sich mit ihren Coming-Out- und Lebenssituationen vor und hinter der Kamera auseinanderzusetzen und bringt ihnen bei, ihre eigenen Fernsehbeiträge und Kurzfilme zu produzieren. Dadurch können sie ihren Problemen, Erfahrungen, Wünschen und Interessen Ausdruck verleihen. Das Magazin queerblick bekommt einen immer größeren Zuspruch - sowohl von den jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern als auch von den Zuschauerinnen und Zuschauern und schafft damit Verständnis für "andere"ebensweisen.

Die Reaktion unseres Bundesverbands, der Deutschen AIDS-Hilfe, lesen Sie unter aidshilfe.de.

Die Stellungnahme des Landesvorstands der Aidshilfe NRW lesen Sie hier (PDF-Datei).

Eine Entgegnung des Schwulen Netzwerks NRW auf die Kritik der letzten Tage lesen Sie hier (PDF-Datei).