Aktuelle Presseinformation der Aidshilfe NRW

Aidshilfe NRW fordert Selbstbestimmung, Akzeptanz und Solidarität
Landesverband der Aidshilfen tagte in Oberhausen: Wahl des neuen Landesvorstands


Köln, 22. Oktober 2018 – Delegierte aus den Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe NRW trafen sich am Wochenende in Oberhausen, um dort unter anderem einen neuen Landesvorstand zu wählen. Zuvor verabschiedeten sie den Appell "Selbstbestimmung – Akzeptanz – Solidarität" und betonten damit grundlegende Werte, welche die Identität von Aidshilfe nachhaltig prägten. "Es ist immer unser Anspruch, Menschen so in ihrer individuellen Lebenssituation anzunehmen, wie sie sind. Es ist unser Ziel, sie durch unsere Arbeit so zu stärken, dass sie frei und selbstbestimmt über ihr eigenes Leben und Lieben entscheiden können", heißt es in dem Appell. Angesichts der inzwischen verschiedenen Präventions- und Testmöglichkeiten seien diese Werte wichtiger denn je, hieß es auf der Versammlung.

"Gerade in Zeiten hitziger Debatten um die Rücknahme rechtlicher Errungenschaften und angesichts rechtspopulistischer Angriffe erschien es uns wichtig, das Recht auf individuelle Entscheidung eines jeden Menschen und die Akzeptanz aller Menschen in ihren jeweiligen Lebenssituation zu betonen", erklärte Arne Kayser, Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW. "Hier bleiben wir parteilich im Sinne unserer Zielgruppen und meinen damit ausdrücklich auch Drogenkonsument*innen, Stricher und Inhaftierte."

"Vielfalt ist unsere Stärke!", heißt es im Appell. "Wir lernen und profitieren voneinander. Diskussionen führen uns weiter. Aber eben nur gut informierte Menschen können selbstbestimmt ihre eigenen Entscheidungen treffen. Hier leisten wir als Aidshilfen gern unseren Teil, etwa wenn es um Safer-Use, also risikoärmeren Drogenkonsum, aber auch die verschiedenen Präventions- und Testmöglichkeiten geht wie Schutz durch Therapie, PrEP, Kondomnutzung und Selbst- und Einsendetests", so Kayser. Die Aidshilfe NRW fordert auch Politik, Verwaltung und andere Verbände auf, für Selbstbestimmung, Akzeptanz und Solidarität einzutreten.

Sabine Lauxen, Beigeordnete für Gesundheit der Stadt Oberhausen, betonte in ihrem Grußwort das große Vertrauen und die gegenseitige Wertschätzung zwischen Stadt und Aidshilfe. "Das Netzwerk der Aidshilfen in NRW ist eine engagierte und erfolgreiche Interessenvertretung, die Verwaltung und Politik immer wieder die Augen für Realitäten öffnet und das Thema der Prävention ganz weit nach vorne schiebt", sagte Lauxen. Die Aidshilfe Oberhausen leiste hervorragend Arbeit. "Die Haupt- und Ehrenamtlichen beraten und betreuen, sie sind vor Ort mit niederschwelligen und zielgruppenorientierten Angeboten, setzen sich konsequent gegen Diskriminierung ein und haben schon vielen Menschen dabei geholfen, sich in der Gesellschaft wieder aufgehoben zu fühlen."

Bei den Wahlen zum Vorstand wurden Arne Kayser aus Bergkamen, sein bisheriger Stellvertreter als Vorsitzender Maik Schütz aus Essen sowie die Vorstandsmitglieder Heinz-Ulrich Keller aus Unna und Johanna Verhoven aus Paderborn in ihrem Mandat bestätigt. Neu gewählt wurde Pierre Kembo Mayamba aus Essen, der der jüngst gegründeten Landesarbeitsgemeinschaft MiSSA NRW (Migrant*innen aus Subsahara-Afrika) angehört. Zuvor verabschiedeten die Delegierten das langjährige Vorstandsmitglied Peter Struck aus Bielefeld, der nicht mehr zur Wahl kandidierte.

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