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Frauen und Aids in NRW

Die Lebenswirklichkeit und die Bedürfnisse von Frauen mit HIV und Aids unterscheiden sich in vielen, wesentlichen Aspekten von denen der Männer. Die Aidserkrankung zeigt bei ihnen ein anderes Bild; so treten z.B. im Rahmen der antiretroviralen Therapie bei Frauen andere Nebenwirkungen auf. Frauen nehmen andere Zugänge zum Gesundheitssystem wahr und werden oft anders behandelt als Männer. Häufig wird Frauen seitens  der Medizin und des Gesundheitssystems ein geringeres Maß an Entscheidungskompetenz zugetraut, was die Durchsetzung ihrer Interessen als Patientinnen zusätzlich erschwert. 

Wie eingangs skizziert, sind geschlechtsspezifische Unterschiede ebenso maßgebliche Faktoren bei der Erhaltung von Gesundheit wie für die Entstehung von oder den Umgang mit Krankheit. Die AIDS-Hilfe NRW berücksichtigt deshalb bei ihrer Arbeit die Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Planung, Umsetzung und Ergebniskontrolle ihrer Projekte.

Die Förderung und Stärkung frauenspezifischer Versorgungsstrukturen, Diagnostik und Therapiemethoden als konsequente und erforderliche Verbesserung des allgemeinen Gesundheitssystem bildet einen Arbeitsschwerpunkt des Fachbereichs "Frauen & Aids" des Landesverbandes.

Der Fachbereich zielt mit seiner Arbeit darauf, Ressourcen zu bündeln, Stabilität zu schaffen sowie die Frauenarbeit der Mitgliedsorganisationen auf landesweiter Ebene zu vernetzen. Darüber hinaus wird politische Lobbyarbeit für eine frauenspezifische Gesundheitspolitik betrieben und nach Kooperationspartnerinnen für regionale sowie landesweite Frauenarbeit in den Bereich "HIV & Aids" gesucht.

Gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen, anderen Kooperationspartnerinnen sowie mit HIV-positiven und an Aids erkrankten Frauen werden zielgruppenspezifische Präventions- und Beratungsangebote landesweit entwickelt und für immer mehr Frauen zugänglich gemacht. Finanziert wird diese Arbeit aus Mitteln des Landes NRW.