2019-01-04: Große europaweite Studie zu STI

Foto: freerangestock.comDas Institut für HIV-Forschung an der Universität Duisburg-Essen bereitet derzeit die größte systematische epidemiologische Studie für sexuell übertragbare Infektionskrankheiten vor, die jemals europaweit durchgeführt worden ist. Im europäischen Verbund soll untersucht werden, wie solche weit verbreiteten Krankheiten entstehen, und wie man die Verlässlichkeit von Vorbeugemaßnahmen, zum Beispiel Impfen, überprüfen kann.

Die Studie startet Anfang des Jahres in mehreren europäischen Städten, darunter Barcelona, Bordeaux, Breslau, Budapest, Danzig, Madrid, Mailand, Paris, Rom, Stettin und Warschau. Eine ähnliche Studie läuft bereits in Berlin, Essen, Bochum, München, Hamburg, Köln und Frankfurt/M. Insgesamt sollen 5.500 Personen mit erhöhtem Risiko für eine sexuell übertragbare Infektion in beide Studien eingeschlossen werden.
Gefragt wird unter anderem danach, wie es zu HIV- und Hepatitis (A, B und C)-Epidemien kommt und wie sich die häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI) verbreiten.

Parallel zu dieser Studie wird ein europäisches Präventionsnetzwerk für HIV und STI aufgebaut, in dem Institute, Universitäten, Kliniken und Privatpraxen zusammenarbeiten. "Ziel ist, die Ausbreitung der sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten zu verstehen, um Methoden für das Management dieser Infektionen zu entwickeln", erläutert Projektleiter Prof. Dr. Hendrik Streeck.

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