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2017-08-23: Heribert Hirte (MdB Köln) und Rudolf Henke (MdB Aachen) im Gespräch mit der Aidshilfe NRW

Die Bundestagsabgeordneten Hirte und Henke bei der Aidshilfe NRW: Arne Kayser, Heribert Hirte, Patrik Maas, Rudolf Henke und Michael SchumacherDer Kölner Bundestagsabgeordnete Heribert Hirte hat sich heute mit dem Gesundheitsexperten und Aachener CDU-Abgeordneten Rudolf Henke bei der Aidshilfe NRW und der Aidshilfe Köln über die Möglichkeiten und die Praxis von Drogenkonsumräumen informiert. 

Neben dem bereits bestehenden Angebot am Kölner Hauptbahnhof will die Stadt Köln im Bereich des Kölner Neumarkts einen weiteren Drogenkonsumraum einrichten. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darüber, dass die Bedenken von Anwohner am Neumarkt ernst genommen werden müssten. Vor allem brauche man ein Gesamtkonzept für den Neumarkt. Wichtig ist Heribert Hirte dabei, dass die Umgebung am Neumarkt durch einen Drogenkonsumraum entlastet wird, also zum Beispiel Hauseingänge oder Tiefgaragen wieder frei werden. Der CDU-Rechtspolitiker betont: "Es muss dann auch darauf geachtet werden, dass Drogen rund um den Neumarkt nur noch in dem zur Verfügung gestellten Raum konsumiert werden und nirgendwo anders. Dieser Zwang zum Konsum im Raum selbst muss dann auch konsequent durchgesetzt werden."

Der Aachener Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke, der stellvertretender Vorsitzender des Bundesgesundheitsausschusses ist und auch dem Kuratorium der Aidshilfe NRW angehört, gibt zu bedenken, dass auch ein geschützter Raum nichts daran ändere, dass womöglich schmutziger Stoff konsumiert werde. "Deshalb muss immer geprüft werden, ob eine Originalstoffvergabe an Abhängige der bessere Weg ist".

Denn: Ein Drogenkonsumraum kann und muss sowohl Hilfe beim Überleben geben als auch Anreize für einen Ausstieg aus der Sucht ermöglichen. "Die Abgabe von sauberen Substanzen oder eine Art 'Qualitätskontrolle' des mitgebrachten Stoffs würde Gesprächsmöglichkeiten mit drogengebrauchenden Menschen ermöglichen", erklärt Patrik Maas, Landesgeschäftsführer der Aidshilfe NRW. Unbestritten ist für ihn aber: Köln ist mit nur einem Drogenkonsumraum am Hauptbahnhof stark unterversorgt. Ein Eindruck, den die beiden CDU-Politiker teilen. Sie regen deshalb an, nicht nur einen Konsumraum einzurichten, sondern mehrere und diese über die ganze Stadt verteilt. Die Verwaltung der Stadt Köln prüft bereits Standorte in Kalk und Mühlheim, nun ist auch der Ebertplatz im Blick. Für die Einrichtung selbst braucht es aber die Zustimmung des Rates. 

heribert-hirte.de