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2016-12-07: WHO empfiehlt HIV-Heimtests

WHO empfiehlt HIV-HeimtestsAnlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Leitlinien zur HIV-Selbsttestung und Partnerbenachrichtigung veröffentlicht, welche die im Sommer 2015 herausgegebenen Leitlinien zu HIV-Testangeboten ergänzen.

Die zwei wichtigsten Empfehlungen lauten: HIV-Selbsttests sollten als zusätzliche Maßnahme zur HIV-Testung angeboten werden. Die unterstützte freiwillige Benachrichtigung von Partner*innen sollte Menschen mit HIV als Element eines umfassenden Pakets zur Testung und Behandlung angeboten werden.

Für alle HIV-Tests gelten dabei laut WHO die fünf "C":

  • Consent – informierte Einwilligung (das gilt auch für die Benachrichtigung von Partner*innen)
  • Confidentiality – Vertraulichkeit
  • Counselling – qualitätsgesicherte Beratung vor und nach dem Test
  • Correct test results – korrekte Testergebnisse; dazu gehört, dass positive (reaktive) Tests durch erfahrene Personen bestätigt werden müssen und dass die Bedeutung negativer (nicht reaktiver) Tests erläutert wird (einschließlich Informationen zur diagnostischen Lücke)
  • Connection – Anbindung/Verweisung an Angebote zur Prävention, Behandlung und Versorgung, darunter communitybasierte und stigmafreie Angebote für weitere HIV-Tests.

In Frankreich und Belgien zum Beispiel kann man HIV-Selbsttests, die für die Verwendung durch Laien konzipiert sind, bereits in Apotheken kaufen. 

In Deutschland dürfen HIV-Selbsttests derzeit nur an Ärzt*innen, ambulante und stationäre Einrichtungen im Gesundheitswesen sowie mit Ärzt*innen zusammenarbeitende Aidshilfen und Gesundheitsbehörden abgegeben werden. Dies entspricht momentan auch der Haltung der deutschen Aidshilfen. An ihnen ist es nun, ihre Haltung zur Abgabe von Heimtests zu überdenken bzw. diese an die Empfehlung der WHO anzupassen.

aidshilfe.de