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2015-02-27: 25. Todestag Jean Claude Letist

Jean Claude LetistAm morgigen 28. Februar jährte sich zum 25. Mal der Todestag des Schwulen- und Aidsaktivisten Jean Claude Letist. In seiner Wahlheimat Köln war er ein wichtiger Teil der Community in den 1980ern. Aber auch weit über die Stadt- und Landesgrenzen war der gebürtige Belgier geschätzt. Von Anfang an engagierte sich Letist in der Aidshilfe und setzte sich für eine moderne Aidspolitik ein. Er zählte unter anderem zu den Mitgründern der Aidshilfe Köln und der Aidshilfe NRW, des Sozialwerks für Lesben und Schwule (Dem heutigen Rubicon) und war bei der Gründung des damaligen Bundesverbandes Homosexualität (BVH) aktiv beteiligt.

Gedenkstein für Jean Claude Letist am Kölner RheinuferMit dem von ihm vehement unterstützten "Stopp Aids-Projekt" in Köln wurde der erste Versuch für eine personalkommunikative Präventionsarbeit für schwule Männer in NRW gestartet. Die notwendige Ausweitung der Kampagne scheiterte damals an der fehlenden politischen und finanziellen Unterstützung. Die offizielle Gesundheitspolitik wollte damals nicht mit einem Projekt in Verbindung gebracht werden, in dem explizit und praktisch über schwulen Sex geredet wurde. Das "Stopp Aids-Projekt" war letztlich ein Vorläufer und wichtiger Impulsgeber der 1995 begonnenen Herzenslust-Kampagne!

Nach Jean Claude Letist wurde in Köln ein Platz benanntZehn Jahre nach seinem Tode ehrte die Stadt Köln Letist mit der Benennung des Jean-Claude-Letist-Platzes. Zum ersten Mal wurde einem schwulen Mann in Deutschland diese Ehre zu Teil. Auch 25 Jahre nach seinem viel zu frühen Tod erinnern sich alte Freunde und Weggefährten noch gerne an diese charismatische Persönlichkeit. Deswegen laden sie zu einem Gedenken an einen der wichtigsten Schwulenaktivisten gedenken: Samtag, 28. Februar 2015, um 10.30 Uhr auf dem Jean-Claude-Letist-Platz, 50674 Köln.