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2014-09-22: Aidshilfe NRW trifft mit Spitzen des Bistums Essen zusammen

Aidshilfe NRW beim Bistum EssenDie Aidshilfe NRW traf an diesem Montag, verstärkt durch den Vorsitzenden der Landeskommission AIDS, Dr. Dieter Mitrenga, mit Spitzenvertretern des Ruhrbistums Essen zusammen. Anlass war, die Empfehlung der Kommission „zum Umgang mit Menschen mit HIV/AIDS in der Arbeitswelt“ vorzustellen. Die zentralen Botschaften lauten: „Jeder Beruf kann auch mit einer HIV-Infektion ausgeübt werden - Sie schränkt die Leistungsfähigkeit der Menschen nicht ein - Ansteckungsrisiken bestehen im Berufsalltag nicht!“

Ziel der Empfehlung ist, dass Menschen mit HIV nicht benachteiligt werden und gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben können. Deshalb sollen Arbeitgeber, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassend über die HIV-Erkrankung und deren Folgen aufgeklärt werden. Insbesondere geht es darum, Ängste vor Ansteckung zu beseitigen und mitzuhelfen, jegliche Form von Diskriminierung möglicher HIV -Infizierten abzubauen.

Der Generalvikar des Bistums, Klaus Pfeffer, sowie der Bischofsvikar für die Caritas, Dr. Hans-Werner Thönnes. betonten, dass dies auch für den kirchlichen Dienst gelte. „Wer als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter von einer HIV-Infektion betroffen ist, kann bei uns mit Unterstützung rechnen“.

Patrik Maas, Landesgeschäftsführer der Aidshilfe NRW, und Stephan Gellrich, Mitarbeiter in der Landesgeschäftsstelle für Leben mit HIV, wiesen darauf hin, wie wichtig es sei, Unsicherheiten oder falschen Einschätzungen zu HIV und Aids entgegenzutreten. Nach wie vor bestehen hohe Unsicherheiten, sowohl bei den Menschen mit HIV, die für die katholische Kirche arbeiten, als auch bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Darum hat die Aidshilfe in Zusammenarbeit mit der Landeskommission dem Bistum bei Bedarf Beratung und Unterstützung angeboten.

Patrik Maas stellte heraus, dass das Bistum Essen sich in diesem Themenfeld schon seit vielen Jahren mit einer eigenen Aidsberatung im Bereich des Caritasverbandes engagiere. Hildegard Pleuse als Referentin für AIDS und Suchtberatung sei eine wichtige Kooperationspartnerin, die das Thema HIV langfristig in den kirchlichen Kontext transportiere.

Die Broschüre "HIV/AIDS in der Arbeitswelt", die von der Aidshilfe NRW in Zusammenarbeit mit der Landeskommission AIDS erstellt wurde, steht den kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als PDF im Intranet des Bistums Essen zur Verfügung. Die Katholische Akademie "Die Wolfsburg" hält Printversionen der Broschüre bereit.

Nach dem erfolgreichen Gespräch in Essen will die Aidshilfe NRW demnächst das Bistum Aachen besuchen und hofft, dass auch die drei übrigen Bistümer in NRW (Köln, Münster, Paderborn) zu einem solchen Gedankenaustausch bereit sein werden.

Foto v.l.n.r.: Martin Schirmers (Persönlicher Referent des Bischofsvikars für die Caritas), Stephan Gellrich (Aidshilfe NRW, Leben mit HIV), Klaus Pfeffer (Bischöflicher Generalvikar), Dr. Dieter Mitrenga (Vorsitzender der Landeskommission AIDS), Patrik Maas (Landesgeschäftsführer der Aidshilfe NRW), Hildegard Pleuse (Referentin für AIDS und Suchtberatung des Caritasverbands), Dr. Hans-Werner Thönnes (Bischofsvikar für die Caritas), Dr. Guido Schlimbach (Pressesprecher der Aidshilfe NRW), Andreas Meiwes (Diözesan-Caritasdirektor) und Dr. Markus Hein (Leiter Stabsbereich Personalentwicklung und Gesundheit).