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2013-04-29: Dirk Meyer wird neuer Patientenbeauftragter

Dirk Meyer - Patientenbeauftragter NRW - Foto: Dirk MeyerDirk Meyer, langjähriger Landesgeschäftsführer der Aidshilfe NRW, wird zum 1. Juni 2013 neuer Patientenbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Ministerin Steffens stellt Meyer als "kompetent, bestens vernetzt und kommunikationsstark" vor. "Insbesondere seine langjährige Arbeit in der Selbsthilfe wird ihm bei seiner Lotsentätigkeit durch das Gesundheitswesen zugutekommen", so Steffens weiter.

Von Mai bis Dezember 2012 haben sich fast 600 Ratsuchende an das Büro der bisherigen Patientenbeauftragten Dr. Eleftheria Lehmann gewandt. Auf die Internetseiten der Patientenbeauftragten griffen im Durchschnitt knapp 850 Nutzerinnen und Nutzer pro Monat zu. Die bzw. der Patientenbeauftragte ist in erster Linie nicht selbst beratend tätig, sondern fungiert als Lotsin bzw. Lotse im Gesundheitswesen. Sie bzw. er verweist daher in der Regel auf die vielfältigen, qualifizierten Beratungs- und Unterstützungsangebote der Kostenträger, Leistungserbringer, Selbsthilfeorganisationen und staatlichen Institutionen. Sie bzw. er informiert die Ratsuchenden in Ergänzung zu bestehenden Angeboten wie der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland, des Netzwerks Patientenberatung NRW, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und der zahlreichen Selbsthilfeorganisationen.

"Mit der Ernennung der ersten nordrhein-westfälischen Patientenbeauftragten haben wir einen wichtigen Schritt für mehr Patientenorientierung getan. Durch die engagierte Arbeit von Frau Dr. Lehmann ist die neue Ansprechstelle schnell im Gesundheitswesen unseres Landes etabliert worden. In den kommenden vier Jahren wird Dirk Meyer mit dazu beitragen, das Gesundheitssystem menschlicher und sozialer zu machen", betonte Ministerin Steffens.

Dirk Meyer: "Den Ansatz von Frau Dr. Lehmann möchte ich aufgreifen und weiter führen: Menschen zuerst. Es gilt, im Versorgungssystem 'Brücken zu bauen' und sie auch zu beschreiten, um auf die Patientinnen und Patienten zuzugehen und ihre Perspektive einzunehmen. Dann kann es gemeinsam gelingen, Patientinnen und Patienten zu stärken, Diskriminierung und Stigmatisierung abzubauen und letztendlich die gesundheitliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Die Patientenperspektive muss der zentrale Ansatzpunkt für Optimierungsansätze im Versorgungssystem sein."

Dirk Meyer ist seit mehr als 25 Jahren in der Selbsthilfe beruflich engagiert und eine im Gesundheitswesen Nordrhein-Westfalens verankerte und anerkannte Persönlichkeit. Seit 1987 übte er verschiedene leitende Tätigkeiten in den Strukturen der Aidshilfe auf lokaler, Landes- und Bundesebene aus. Bis 2011 war er zudem Sprecher der Landesverbände in der Gesundheitsselbsthilfe in Nordrhein-Westfalen (Wittener Kreis) und Mitglied der Ethik-Kommission der Ärztekammer Nordrhein. Zuletzt war Dirk Meyer in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung tätig.