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2017-05-17: UNAIDS-Direktor Michel Sidibé in Berlin

UNAIDS-Direktor Sidibé in BerlinUNAIDS-Direktor Michel Sidibé hat sich heute in Berlin mit Vertreter*innen der Deutschen AIDS-Hilfe, der Berliner Aids-Hilfe und des Aktionsbündnis gegen AIDS sowie Gesundheitssenatorin Dilek Kolat getroffen.

Thema des Gespräches im Haus der Berliner Aids-Hilfe war die Frage, wie Maßnahmen gegen HIV und Aids intensiviert werden können – in Berlin, Deutschland und weltweit. Zur Sprache kamen unter anderem die Frage, wie man Menschen eine frühe Diagnose und Therapie ermöglichen kann, die medikamentösen HIV-Prophylaxe (Prä-Expositionsprophylaxe, kurz PrEP) sowie das Problem der Diskriminierung HIV-Positiver und der am stärksten betroffenen Gruppen.

UNAIDS will die Aids-Epidemie weltweit bis 2030 beenden.

Die Deutsche AIDS-Hilfe hatte am Freitag ihre neue Kampagne "Kein AIDS für alle! Bis 2020!" gestartet: In Deutschland soll schon im Jahr 2020 niemand mehr an Aids erkranken müssen. Denn mit HIV kann man heute lange und gut leben. Voraussetzung ist, die Infektion wird frühzeitig festgestellt und behandelt. HIV ist dann auch nicht mehr übertragbar.

Berlin – die Stadt mit den bundesweit meisten HIV-Infektionen – hat zugesagt, in den nächsten Jahren als Teil des Fast-Track-City-Programms von UNAIDS besonders intensive Präventionsmaßnahmen gegen HIV und Aids zu ergreifen.

Dazu sagte Michel Sidibé nach dem Treffen: "Meine Botschaft heute lautet: Deutschland kann den Kampf gegen HIV/Aids gewinnen, so wie es viele Male Fußballweltmeisterschaften gewonnen hat. Dafür muss Deutschland seine Bemühungen jetzt noch verstärken, um die Menschen zu erreichen, die bisher noch nicht erreicht werden. Die Verfügbarkeit von PrEP, wie in London, San Francisco und anderen Städten, ist dafür von großer Bedeutung. Die PrEP wird Deutschland ganz sicher helfen, die Infektionsraten in diesen Gruppen zu senken."

aidshilfe.de