2014-11-03: Neuem DAH-Vorstand gehören zwei Kollegen aus NRW an

Neuer Vorstand der DAHBei ihrer Mitgliederversammlung in Lübeck hat die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) ihren Bundesvorstand neu gewählt. Mit Ulf Hentschke-Kristal, Vorstand der AIDS-Hilfe Bielefeld, und Manuel Izdebski, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Kreis Unna, gehören zwei Kollegen aus NRW dem neuen Vorstand an. Darüber hinaus wurden Tino Henn und Winfried Holz, beide aus Berlin, sowie Sylvia Urban aus Dresden gewählt.

Die DAH hat sich ein neues Ziel gesetzt: Im Jahr 2020 soll in Deutschland niemand mehr an AIDS erkranken. Zudem wurde ein neuer Vorstand des Bundesverbandes gewählt. Die Versammlung tagte in Lübeck, um ein Zeichen für den vollständigen Erhalt der HIV-Prävention in Schleswig-Holstein zu setzen. Verband und Mitgliedsorganisationen wollen in Zukunft Menschen mit HIV noch stärker in ihre Arbeit einbeziehen.

Die Krankheit Aids als letztes Stadium der HIV-Infektion ließe sich in Deutschland durch rechtzeitige Diagnose und Therapie bereits heute fast immer vermeiden. Trotzdem sterben jedes Jahr noch mehr als 500 Menschen an den Folgen von HIV. Der Hauptgrund dafür ist Diskriminierung von Menschen mit HIV. Die erwartete Ausgrenzung macht Angst vor dem HIV-Test und verhindert damit häufig einen rechtzeitigen Therapiebeginn. Veraltete Bilder von HIV als rasch tödlicher Erkrankung machen ebenfalls Angst und werden so manchmal zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Die DAH ruft Politik, Medizin und Gesellschaft auf, Aids gemeinsam mit der Aidshilfe zu beenden. Alle Mittel, die dazu nötig sind, stünden zur Verfügung. Im Jahr 2020 kann Aids in Deutschland Geschichte sein – wenn alle Verantwortlichen mit voller Kraft daran arbeiten. Das baldige Ende von Aids ist kein Traum, sondern ein realistisches Ziel und eine ethische Verpflichtung. Besonders wichtig ist neben dem Engagement gegen Diskriminierung der Zugang zu anonymen, lebensweltnahen HIV-Test-Angeboten und qualifizierte Beratung für besonders stark von HIV betroffene Gruppen wie schwule Männer, Drogenkonsumenten und Menschen mit Migrationshintergrund. Im bestehenden Netz gilt es Lücken zu schließen.

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