Für mehr Verteilungsgerechtigkeit

Peter Struck | AIDS-Hilfe Bielefeld

Peter Struck, Vorstand der Aidshilfe NRW e.V.Im November 2011 bin ich erstmals in den Vorstand der Aidshilfe NRW gewählt worden. Mit dem Thema Aids beschäftige ich mich seit Anfang der 1980er Jahre als Aids, eine neue Infektionskrankheit, die damals in den Medien gerne als "Schwulenseuche" bezeichnet wurde, auch die Bielefelder Szene beunruhigte.

Seit 1986 arbeite ich hauptamtlich bei der AIDS-Hilfe Bielefeld. In den ersten Jahren habe ich gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Aktivistinnen und Aktivisten der Selbsthilfe die Bielefelder Aidshilfe aufgebaut. Anschließend war ich mehrere Jahre als Youthworker in der Aidsprävention und Sexualpädagogik für Jugendliche tätig. Seit fast 20 Jahren leite ich jetzt als Geschäftsführer die Einrichtung.

Die Arbeit der Aidshilfen sehe ich seit ihrer Gründung vom Wandel geprägt. So verändern beispielsweise die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten nicht nur das Leben mit HIV und Aids, sondern haben ebenfalls Auswirkungen auf unsere Präventionsbotschaften und das Profil der Aidshilfen. Damit wir auch weiterhin schnell und fachlich angemessen auf neue Herausforderungen reagieren können, ist eine Weiterentwicklung der guten Vernetzung und Gesprächskultur der Mitgliedsorganisationen im Landesverband wichtig.

Seit Mitte der 1990er wächst die Armut. Die Schere zwischen arm und reich wird größer. Gleichzeitig nimmt die Staatsverschuldung zu. Die Finanzierungsspielräume von Bund, Ländern und Kommunen nehmen ab. Die Verteilungskonflikte werden zukünftig schärfer. Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne Folgen für die Gesundheits- und Sozialpolitik. Eine  Aufgabe meiner Vorstandstätigkeit sehe ich darin, die Auswirkungen der zunehmenden Armut für das Leben von Menschen mit HIV und Aids zu thematisieren und gemeinsam mit verbündeten Organisationen für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu kämpfen.  Darüber hinaus ist es wichtig, regionale Aidshilfen in der Absicherung ihrer finanziellen Ressourcen zu unterstützen und politische Strategien für langfristige Finanzierungsmodelle zu entwickeln. 

Ich will gemeinsam mit den Vorstandskollegen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesgeschäftsstelle und den Mitgliedsorganisationen den zukünftigen Herausforderungen engagiert begegnen, die Aidshilfearbeit in NRW weiterentwickeln und Gestaltungsspielräume zum Wohle der Menschen mit HIV und Aids und der Mitgliedorganisationen entwickeln und nutzen.  

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